Düsseldorf Marathon 2009

Pacemaker gewinnt am Rhein

Eigentlich war David Langat (2. v.l.) nur als Tempomacher vorgesehen. Als er sich unterwegs gut fühlte, lief er durch und gewann vor Top-Favorit Wilfred Kigen (Mitte).

David Langat hat in 2:10:46 Stunden die siebte Auflage des METRO Group Marathon Düsseldorf gewonnen. Der Kenianer besiegte seinen favorisierten Landsmann Wilfred Kigen (2:11:30). Mit einer Steigerung auf 2:13:09 Stunden belegte André Pollmächer (LAC Chemnitz) den dritten Platz. Auch Martin Beckmann (LG Leinfelden-Echterdingen) schaffte auf Rang sechs in 2:13:42 eine persönliche Bestzeit

Sieger: David Langat Platz 2: Wilfred Kigen
Platz 3 mit neuer Bestzeit: André Pollmächer Platz 4: Edwin Kibowen

Der 29-jährige David Langat war ursprünglich nur als Tempomacher verpflichtet worden, hatte aber angekündigt, dass er durchlaufen wollte. „Ich habe mich am Abend vor dem Rennen endgültig entschlossen, nicht auszusteigen, da ich gut in Form war und die Wettervorhersage günstig war“, erklärte David Langat, der in Düsseldorf eine Prämie von 10.000 Euro verdiente. Der Kenianer, der erstmals einen großen Marathon gewann, jedoch in Paris 2006 als Fünfter bereits 2:08:58 Stunden gelaufen war, verwies den favorisierten Wilfred Kigen (Kenia/2:11:30) auf Rang zwei. Kigen erlitt bei Kilometer 36 eine leichte Verletzung der Wadenmuskulatur und konnte das Tempo nicht mehr halten. Dadurch geriet auch der avisierte Streckenrekord von 2:09:47 Stunden außer Reichweite. Bei der Halbmarathonmarke hatten die Kenianer mit einer Durchgangszeit von 63:57 Minuten noch sehr gut im Rennen für eine Kursbestzeit gelegen.

Platz 6: Martin Beckmann Platz 8: Falk Cierpinski
Platz 9: Tobias Sauter  Platz 10: Uli Steidl

Einen starken dritten Platz in persönlicher Bestzeit von 2:13:09 Stunden belegte André Pollmächer (LAC Chemnitz). Der 26-Jährige erreichte die schnellste Zeit eines deutschen Marathonläufers seit dem Jahr 2000. „Ich habe mich gut gefühlt und noch nicht alle Karten auf den Tisch gelegt. Ich will mich weiter verbessern. Das große Ziel ist in diesem Jahr natürlich der WM-Marathon in Berlin“, erklärte André Pollmächer, der in Düsseldorf seinen zweiten Marathon lief. Eine persönliche Bestzeit erreichte auch Martin Beckmann (LG Leinfelden-Echterdingen) als Sechster mit 2:13:42. Falk Cierpinski (SG Spergau) litt im letzten Drittel des Rennens unter muskulären Problemen und wurde in 2:17:12 Stunden Achter.

Siegerin: Susanne Hahn (Foto: Victah Sailer/photorun.net) Platz 2: Melanie Schulz
Überraschende Dritte: Sonja Oberem Ausstieg bei km 13: Claudia Dreher

Während Titelverteidigerin Melanie Kraus (Bayer Leverkusen) bereits kurz nach der 5-km-Marke aufgrund einer Muskelzerrung im Oberschenkel aufgeben musste, dominierte Susanne Hahn (SV schlau.com Saarbrücken) den Lauf und gewann mit großem Vorsprung in 2:29:26 vor der Debütantin Melanie Schulz (LC Erfurt/2:42:47) und Sonja Oberem (Rhein Marathon Düsseldorf/2:43:49), die ihre leistungssportliche Karriere bereits beendet hat. „Ich hatte mir mehr vorgenommen, aber ab Kilometer 30 wurde es schwer“, sagte die 31-jährige Siegerin, die eine Prämie von 7.000 Euro verdiente. Zum zweiten Mal in ihrer Karriere blieb Susanne Hahn unter 2:30 Stunden und unterbot die Norm für die Leichtathletik-WM in Berlin (2:32) deutlich. Dabei hatte sie lange Zeit auf Kurs für eine Zeit um 2:27 Stunden gelegen. Die Halbmarathonmarke hatte sie nach 1:13:24 Stunden erreicht. (RaceNewsService)

Vorjahressiegerin Melanie Kraus verletzte sich beim Dehnen und stieg bei km 8 aus. Frank Hahn (re.), Trainer und Ehemann der Siegerin mit Race Director Jan Winschermann.

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Die Energie für die 42,195 km durch Düsseldorf: Hammer Gel, hier online erhältlich