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Wettkämpfe

Prag Halbmarathon 2014

Joyce Chepkirui gewinnt Prag-Halbmarathon mit Weltklassezeit von 66:19

Joyce Chepkirui hat den Sportisimo Prag-Halbmarathon mit einer Weltklassezeit gewonnen: Die Kenianerin stellte mit 66:19 Minuten einen Streckenrekord auf und erzielte bei sehr guten Wetterbedingungen die fünftbeste Zeit aller Zeiten auf einer rekord-konformen Strecke. In der Jahresweltbestenliste belegt sie damit Rang zwei. Ihre Landsfrau Emily Chebet, die aktuelle Crosslauf-Weltmeisterin, wurde Zweite mit 68:28. Rang drei belegte Wude Ayalew (Äthiopien), die nach 69:23 ins Ziel kam. Auch das Männerrennen war hochklassig mit drei Ergebnissen unter einer Stunde. Der Kenianer Peter Kirui gewann in 59:22, der sechstschnellsten Zeit des Jahres, vor Mosinet Geremew (Äthiopien/59:54) und Daniel Wanjiru (Kenia/59:59). Die ersten drei Läufer erzielten jeweils persönliche Bestzeiten. Gemessen an den beiden Siegzeiten war der Prag-Halbmarathon das hochklassigste Rennen weltweit in diesem Jahr. 12.500 Läufer hatten für den Lauf gemeldet, der zu den IAAF Gold Label-Rennen gehört.

Auf der Jagd nach einer noch schnelleren Zeit hatte Joyce Chepkirui schon unmittelbar nach dem Start alle Konkurrentinnen hinter sich gelassen. Ihr Mann und Trainer Erick Kibet fungierte als Tempomacher und führte sie zu Zwischenzeiten von 15:16 Minuten (5 km) und 30:56 (10 km). Diese Zeiten deuteten sogar auf ein Ergebnis im Bereich des Weltrekordes von 65:12 Minuten hin, den Chepkiruis Trainingspartnerin Florence Kiplagat in Barcelona aufgestellt hatte. „Ich habe mich gut gefühlt bei 5 km, 10 km und auch bei 15 km“, sagte die 25-Jährige später. Dennoch war sie im dritten 5-km-Abschnitt etwas langsamer geworden und der Weltrekord war dann mit einer Zeit von 46:49 bei 15 km außer Reichweite. Aber der Sieg war Chepkirui nicht zu nehmen, sie lag bereits rund 90 Sekunden vor Chebet und Ayalew. „Ich hoffte, dass ich unter 66 Minuten laufen würde, aber ich bin trotzdem sehr zufrieden“, sagte Joyce Chepkirui, die sich für ihre 66:19-Weltklasseleistung eine Prämie von alles zusammen 34.000 Euro verdiente. Hinter ihr blieben noch fünf weitere Läuferinnen unter 70 Minuten.

Auch bei den Männern entwickelte sich von Beginn an ein schnelles Rennen, bei dem die Zwischenzeiten durchweg auf eine Zielzeit von rund 59 Minuten hinausliefen. Zwischen Kilometer 13 und 14 setzte sich Peter Kirui aus der Spitzengruppe ab. „Es war ein starkes Feld, so dass ich überrascht war, dass kein anderer mein Tempo mitging“, sagte der 26-jährige Sieger, der zuvor eine Bestzeit von 59:39 Minuten aufwies. Bereits an der 15-km-Marke hatte er bei einer Durchgangszeit von 42:01 einen Vorsprung von 15 Sekunden auf eine vierköpfige Verfolgergruppe. Kirui war nicht mehr einzuholen und gewann schließlich mit 32 Sekunden Vorsprung in 59:22.

„Ich hätte nicht mit einer derartig schnellen Zeit gerechnet. Vielleicht könnte ich sogar den Halbmarathon-Weltrekord von 58:23 Minuten brechen. Es ist möglich, dass ich das im nächsten Jahr in Prag versuchen werde“, sagte Peter Kirui, der an Sieg- und Zeitprämien insgesamt 19.000 Euro verdiente.

Einen Erfolg gab es auch für das neue Run Czech Racing-Team. Der Kenianer Nicholas Bor, der zum Team gehört, wurde in persönlicher Bestzeit von 61:25 Minuten Achter. Einen Platz hinter Bor folgte sein Klubkamerad Million Feysa (Äthiopiern) mit 61:26. Die Tschechin Anezka Drahotova, die bei den Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr Rang sieben im 20 km Gehen belegt hatte, erzielte als Elfte eine persönliche Bestzeit von 1:14:25 Stunden.

Info: Race News Service - Foto: www.photorun.net

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