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Wettkämpfe

Asics Grand 10 Berlin 2014

Joyce Chepkirui gewinnt Fotofinish mit Weltklassezeit über 10 km, Arne Gabius als Vierter mit deutscher Jahresbestzeit

Joyce Jepkurui, Emily Chebet - Foto: Berlin Läuft/Actionphoto

Weltklasseleistungen zeigten die Kenianerinnen Joyce Chepkirui und Emily Chebet bei der ASICS Grand 10 in Berlin. Chepkirui gewann das 10-km-Rennen in einem Fotofinish mit 31:02 Minuten vor ihrer zeitgleichen Landsfrau Chebet. In der Jahresweltbestenliste über 10 km sortieren sich die beiden damit an dritter Stelle ein. Nur knapp dahinter folgte Margaret Wangari Muriuki mit ebenfalls hochklassigen 31:06 Minuten. Vierte wurde dann mit deutlichem Abstand Katharina Heinig (Eintracht Frankfurt), die mit 33:31 eine persönliche Bestzeit erreichte. Ebenfalls Vierter wurde Arne Gabius (LAV Stadtwerke Tübingen), der sich auf 28:08 Minuten steigerte und damit nicht nur eine deutsche Jahresbestzeit aufstellte sondern zum drittschnellsten deutschen Läufer aller Zeiten wurde. Der Äthiopier Kinde Atanaw gewann das Rennen in 27:49 Minuten vor den Kenianern Reuben Maiyo (28:04) und Wilson Too (28:07). Die Rekordzahl von 7.389 Läufern ging bei sehr guten Wetterbedingungen bei der ASICS Grand 10 an den Start.

Im Rennen der Männer erreichte eine vierköpfige Spitzengruppe mit Atanaw, Maiyo, Too und Gabius die 5-km-Marke nach 13:48 Minuten. Nach gut sechs Kilometern riss die Gruppe auseinander und Kinde Atanaw setzte sich etwas ab. Der Äthiopier verteidigte seinen Vorsprung ins Ziel und erzielte mit 27:49 die schnellste Zeit bei einem deutschen 10-km-Rennen in diesem Jahr.

Arne Gabius, der sich auf den Frankfurt-Marathon in zwei Wochen vorbereitet, hielt sich beachtlich und verpasste am Ende einen Podestplatz nur um eine Sekunde. Eine Reihe von afrikanischen Konkurrenten konnte Arne Gabius hinter sich lassen. Nur zwei deutsche Läufer waren über 10 km jemals schneller als der 33-Jährige – und dies ist über 20 Jahre her: Carsten Eich hält seit 1993 den deutschen Rekord mit 27:47, Jens Karraß erreichte 1991 eine Zeit von 27:53. „Das Rennen war etwas unrhythmisch, und ich habe zwischen Kilometer sieben und neun dadurch Zeit verloren. Ansonsten wäre sogar ein Ergebnis unter 28 Minuten möglich gewesen“, erklärte Arne Gabius und fügte hinzu: „Dieses Rennen zeigt mir, dass ich einen Sprung gemacht habe.“

Joyce Chepkirui und Emily Chebet liefen die erste Hälfte des Rennens in einem Tempo, das sogar im Bereich des elf Jahre alten Weltrekordes von Paula Radcliffe lag. Die Britin hält diese Bestmarke mit 30:21. Nach 15:07 Minuten hatten Chepkirui und Chebet den 5-km-Punkt erreicht. „Doch auf der Passage die durch den Zoo führte und danach war es windig, dadurch haben wir Zeit verloren“, sagte Joyce Chepkirui. Als die beiden Kenianerinnen merkten, dass nicht nur der Weltrekord sondern auch der Streckenrekord, den Chepkirui im vergangenen Jahr mit 30:37 aufgestellte hatte, nicht mehr zu erreichen waren, konzentrierten sie sich auf den Kampf um den Sieg. Doch keine konnte sich absetzen, nebeneinander stürmten sie schließlich ins Ziel. „Joyce war am Ende ganz knapp vor mir“, erklärte die Crosslauf-Weltmeisterin Emily Chebet später, während Joyce Chepkirui sagte: „Ich würde gerne nächstes Jahr wieder hier starten und einen neuen Rekordversuch unternehmen.“

Hinter Margaret Wangari Muriuki und Katharina Heinig lief die 17-jährige Alina Reh (TSV Erbach) mit 33:32 Minuten auf Rang fünf und stellte einen deutschen Rekord für unter 18-Jährige auf.

Info: Race News Service

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