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Wettkämpfe

Athen Marathon 2014

Felix Kandie bricht den Streckenrekord von Olympiasieger Stefano Baldini

Felix Kandie im Ziel - Foto: AMA / George Panagakis

Zehn Jahre nach dem Olympiasieg von Stefano Baldini ist der Streckenrekord des Italieners beim Athen-Marathon gefallen: Der Kenianer Felix Kandie überraschte am Sonntag bei warmen Temperaturen von über 20 Grad in der Sonne mit einer Siegzeit von 2:10:37 Stunden. Damit unterbot der bisher weitgehend unbekannte Läufer die Zeit von Baldini um 18 Sekunden und steigerte auf der schweren Strecke seine Bestzeit um über fünf Minuten. Baldini war 2004 bei allerdings sehr heißen Bedingungen im Hochsommer 2:10:55 gelaufen. Der zweimalige Athen-Marathon-Sieger Raymond Bett belegte Rang zwei in 2:12:34 während Josphat Chobei das kenianische Podium komplettierte. Er wurde Dritter mit 2:15:38.

Es war einmal mehr in einem großen Marathon ein Tag der Kenianer. Auch bei den Frauen belegten Läuferinnen aus dem ostafrikanischen Land die ersten drei Plätze. Rekorde waren hier aber außer Reichweite. Naomi Maiyo siegte in 2:41:06 vor der Titelverteidigerin Nancy Rotich (2:41:29) und Linah Chirchir (2:42:41).

Der Athen-Marathon, der auf der Original-Marathonstrecke der Olympischen Spiele von 1896 gelaufen wird, verzeichnete eine Rekord-Meldezahl von 13.000 Läufern.

Nur die ersten zehn Kilometer des Rennens, das in dem Ort Marathon beginnt, sind flach. Danach folgt über gut 20 km ein Anstieg von insgesamt über 200 Metern mit kleineren Hügeln. Als es am Sonntag bergauf ging, schrumpfte die Spitzengruppe zusammen. Läufer fielen zurück oder gaben schon frühzeitig auf. Eine achtköpfige Spitzengruppe passierte dann die Halbmarathonmarke in 65:52 Minuten. Kurz vor dem höchsten Punkt der Strecke fiel knapp zehn Kilometer später eine Vorentscheidung. Nachdem die letzten beiden Tempomacher aus dem Rennen gegangen waren, setzte sich Felix Kandie an die Spitze. Nur Raymond Bett konnte ihm folgen, während der später viertplatzierte Julius Korir und Josphat Chobei deutlich an Boden verloren.

Kandie hielt sein hohes Tempo konstant, und der Zweikampf mit Bett war dann kurz nach der 35-km-Marke entschieden. Es wurde nichts mit einem dritten Sieg im Zwei-Jahres-Rhythmus für Bett, der in Athen 2010 und 2012 gewonnen hatte und zudem auch den Veranstaltungsrekord mit 2:11:35 Stunden hielt. Kandie, der die 5 km von 35 bis 40 km in 14:49 Minuten absolvierte, war nicht zu schlagen und wurde mit dem Streckenrekord belohnt.

„Ich fühlte mich stark, besonders auf der zweiten Hälfte. Zunächst war es mein Ziel auf das Podium zu gelangen. Doch als ich mit Bett alleine vorne war, wollte ich gewinnen“, sagte der 28-jährige Kandie, der vor dem Rennen eine persönliche Bestzeit von 2:16:12 aufwies. „Es ist eine große Freude für mich, dieses Rennen auf dem historischen Kurs gewonnen zu haben.“

Das Rennen der Frauen blieb noch länger spannend als jenes der Männer. Bei Kilometer 35 lagen Naomi Maiyo, Nancy Rotich und Kidist Fiseha Tedla noch gemeinsam an der Spitze. Während die Äthiopierin noch auf Rang vier zurückfiel, übernahm Titelverteidigerin Rotich zunächst die Führung. Aber kurz vor der 40-km-Marke kam Maiyo von hinten wieder heran und übernahm ihrerseits die Spitze. „Obwohl ich eine Verletzung spürte, hatte ich gehofft, dass ich noch gewinnen würde“, sagte die am Ende zweitplatzierte Rotich.

Die 25-jährige Maiyo, die eine persönliche Bestzeit von 2:40:12 Stunden aufweist, war schließlich 23 Sekunden vorher im Panathinaikon Stadion. „Das war das härteste Straßenrennen meiner Karriere“, sagte die Kenianerin, nachdem sie bei Temperaturen um 25 Grad das Ziel erreicht hatte. Während viele Athleten bei den schweren Bedingungen das Rennen aufgaben, wurde Maiyo mit dem Sieg belohnt. „Erste in Athen zu sein, das ist eine Inspiration für meine weitere Karriere“, sagte sie.

Info: Race News Service

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